In der jetztzigen Ausstellung „Natur in Form “  Holz zu zeigen liegt nahe, aber auch die Beschäftigung mit Steinen gehört dazu.

Klassischer Schmuck würde nun bedeuten Edelsteinschmuck, Schliffe, Perlen, aber da sind die jungen Schmuckgestalter Schritte weiter, sprechen mit den vorgefundenen Materialien die Sprache de 20. / 21. Jahrhunderts.

So war es, wie die Direktorin des Goldschmiedehauses in Hanau: Christianne Weber-Stöber berichtet, für die Schmuckkünstlerin Deborah Rudolph ganz klar, als sie ihr Studium in Idar-Oberstein begann, das sie NICHTS mit Steinen in der Steinmeptropole machen wollte – es kam jedoch anders.
Durch die intensive Beschäftigung mit dem Rohstein, den Schleifern, den Mineralogen, den Rohsteinhändlern, mit Bildhauern und Graveuren wurden ihr die unendlichen Möglichkeiten von Stein deutlich. (CHr. Weber-Stöber in: Kunsthandwerk und Design 11/12 2012)

Jetzt geht es ihr um das Zeigen der gewaltigen Naturkraft im Stetin und dabei meist um ungeschliffene unendle Steine: Quarze aus dem Gebirge, Kiesel aus dem Fluss, Achate und hier besonders die schön gezeichneten Landschaftsachate.

Deborah Rudolf, Ohrhänger, Silber, Landschaftsachat; (Foto: Rudolph)

Deborah Rudolp, Ohrhänger, Natural Lines, Landschaftsachat, Silber.
Foto: D. Rudolpf

Hier wirkt der Stein, seine Zeichnung und Farbe, die Fassung ist schmal und klar.
Die Kollektion „Natural lines“ umfasst neben Ohrschmuck auch Ketten.

Ketten sind neben Broschen bevorzugtes Objekt der Gestaltung.
Hier zeigt Deborah Rudolph ihre Gestaltungkraft für fast archaische Formen, die den Steinen die Wirkung überlessen.

DeborahRudolphFelder

Deborah Rudolph, Kollier „Felder“, Jaspis, Silber, Kordel.
Foto: D. Rudolph

Die variantenreichen Farbtöne von Rot nach Grau des Jaspis faszinieren in den starken Steinplatten,
Fräsungen gehen den Verläufen nach und betonen die Erdverbundenheit: man assoziiert Ackerfurchen, Felderwechsel…
Hier spricht der Stein…

Solche Arbeiten ziehen Bahnen:
Deborah Rudolph bekam 2012 dafür verdient den hessischen Staatspreis!