Ein neuer sehr wichtiger Zweig des Ouvres von Elke Sada endstanden nach der Reflexion eines Besuches in Hallstatt.

Elke Sada_Turdus iliacus (Hallstattpiece)_2011_H. 50cm
Elke Sada, Hallstatt-Gefäß, Keramik;

Sie beschreibt es so:
„Während des Gmundener Keramiksymposiums kam ich völlig begeistert von einem Besuch von Hallstatt zurück.
Dort hatte ich im Museum eine große, aus Fragmenten zusammen genietete Kupferschale gesehen und ich setzte diese Idee des sichtbaren, stückhaften Aufbaus gleich um.

Der Prozess, wie eine Arbeit entsteht, ist für mich sehr wichtig. Er ist für mich Teil des Ausdruckes und das will ich zeigen.

Jetzt hatte ich ein Gefäß vor mir – und nicht die Gipsplatten, auf denen ich sonst meine Engobebilder für die Capriccios male.
Es war voluminös und spornte mich an, mit einer kräftigen Farbe zu reagieren.
Es entstand eine Kommunikation mit dem Körper und die Malerei wurde ungeheuer intensiv.“ (Zitat Elke Sada)

Seither entstehen bis zu einhalb Meter große „Hallstatt“-Gefäße die Elke Sada einerseits großen körperlichen Einsatz abfordern, statische Experimente und Kentnisse zeigen und noch viel freier in der malerischen Gestaltung sind, als die Stücke der Capriccio-Serie.

ElkeSadaHallstadtIMG_2988
Elke Sada, Hallstatt-Gefäß, Keramik;

Die Komunikation mit dem Gefäßkörper setzte die Keramikerin auch in einer weiteren Serie Ihrer Arbeit fort,
den Nestern.
Hier steigert Sie den Ausdruck der Gestaltung eines luftig fragilen dreidimensionalen Eindrucks durch die Nichtfarbigkeit,
fordert das Material Keramik zur äußerst spielerischen Nicht-Masse, zeigt Fragilität, wo wir Festigkeit erwarten…

Wunderbare Nestlinge…

Elke Sada_Ink drawing (Nest)_25x32x31cm
Elke Sada, Kermikobjekt „Nest“