Die Spannung steigt:

WER wird 2011 Staatspreisträger im Kunsthandwerk  in Nordrhein-Westfalen.

Dieser wichtige Preis hat schon viele Karrieren und Arbeitsphasen von Kunsthandwerkern beflügelt.
Die Ehrung schenkt Selbstbewußtsein und das Preisgeld eine kleine Weile sorgenfreieres Arbeiten.

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre manu factum “ werden acht Staatspreise im Kunsthandwerk Nordrhein-Westfalen vergeben.
Da der Preis alle 2 Jahre vergeben wird, ergibt sich, dass zum 25. Mal  die besten Kunsthandwerker aus Nordrhein-Westfalen in der Landesausstellung manu factum einen Querschnitt ihres Schaffens vom klassischen Kunsthandwerk bis zur
angewandten Kunst zeigen werden.
Gastgeber der Ausstellung ist im Jubiläumsjahr das Kreismuseum Zons.

In Nordrhein-Westfalen lebende und arbeitende Kunsthandwerker/innen wurden aufgefordert, sich bis zum1. August für die Teilnahme an der von der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft des KunsthandwerksNRW ausgerichteten Ausstellung zu bewerben. Über die Zulassung entscheidet eine Kommission.Bewerber müssen das 25. Lebensjahr vollendet haben und eine abgeschlossene Ausbildung bzw. einenvergleichbaren Fach- oder Fachhochschulabschluss nachweisen.

Viele haben sich wieder mit Ihren neuen herausragenden Werken vorgestellt.
Rund 350 Bewerbungen gingen für die mit insgesamt 45.000 Euro dotierten Staatspreise im
Kunsthandwerk NRW ein, davon wurden 112 Teilnehmer für die manu factum 2011 zugelassen.

Eine Fachjury aus Vertretern der Landesregierung, des (Kunst-) Handwerks, der Wissenschaft und der Museen sowie der Kunst und Architektur vergeben 7 Staatspreise in den Kategorien SCHMUCK, GERÄT AUS METALL, HOLZ, TEXTIL / LEDER, KERAMIK, GLAS und FOTOGRAFIE / PAPIER. Ein zusätzlicher Preis für besondere kunsthandwerkliche Leistungen wurde im Bereich KERAMIK ausgelobt. Keine Auszeichnung gibt es diesmal für den Werkbereich STEIN.

Beim Schmuck verzeichnete man die meisten Einsendungen und Ausstellungsstücke, gefolgt von Arbeiten aus Holz sowie – vielleicht die größte Veränderung gegenüber den Vorjahren – dem Bereich Fotografie / Papier, in dem es 15 Arbeiten (fast die Hälfte der Bewerbungen) in die engere Wahl schafften. Erfreulich ist hier wie auch in allen anderen Kategorien, die große Bandbreite.
(Textcopyright: Barbara Jahn)

Erinnern wir uns: erst kürzlich hatten wir 2 Staatspreisträgerinnen NRW hier zu Gast:

Die Sommerausstellung zeigte eine Überschau über das faszinierende Schmuckschaffen von Heidi Schulze-Merian,
Staatspreisträgerin im Bereich Schmuck 1987.

HeidiSchulzeMerianHalsschmuckopt.Glas
Heidi Schulze-Merian, Halsreif Silber/Edelstahl/dichroitisches Glas – mit diesem atemberaubenden Halsschmuck, der durch die Körperbewegung der Trägerin unendliche Lichtfülle zeigt, gewann H. Schulze-Merian erneut einen der hochangesehenen
Schmuckpreise: den Friedrich Becker Preis 2010.

Ergänzt hatte ich diese Ausstellung durch eine Anzahl variabler Schalkragenjacken der Modemacherin Vivian Hackbarth aus Düsseldorf.
Staatspreisträgerin mit dem Prototyp dieser Jacken im Jahr 1999.

VivianHackbarth99_avh_schalkragenjacke-designpreis
Vivian Hackbarth, Schakkragenjacken: Organza/Filz/Jaquard;

Etwas länger her ist die Präsenz der Keramikerin Petra Bittl hier aus Bonn im CRAFTkontor, die 2005 den Staatspreis in ihrem Bereich erhielt.

Nächste Woche wissen wir Bescheid, wer die glücklichen Staatspreisträger sein werden.
Ich melde mich dann wieder…