Der „design report“ wird 25 Jahre alt.
Begonnen als Veröffentlichung des Rates für Formgebung, hat der design report 25 jahre lang die mit gesellschaftlichen wie technologischen Entwicklungen verbundenen Trends und Innovationen der Designszene begleitet, dokumentiert, kommentiert und diskutiert. (aus dem Intro des Chefredakteurs Lars Quadejacob)

Nun, im aktuellen Jubiläumsheft 4/2012 schauen sie in die andere Nische :
Schwerpunktthema ist die uns wohlbekannte Nische der gestaltenden Handwerker.
Redakteurin Johanna Wittmaack konzipierte die Schau über den eigenen Tellerrand.

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Die Artikel:
Eine enge Beziehung – Zur Einführung: Worin unterscheiden sich Gestaltendes Handwerk und Design;
Dialog der Disziplinen – Essay: Die Moderne lehnte das Handwerk ab, heute entdecken Designer dessen Freiräume;
Die feinen Unterschiede – Gedankenwelten und Arbeitsweisen von Designern und Kunsthandwerkern – eine Befragung;
Renaissance der Manufaktur – Handwerkliche Fertigungsmöglichkeiten erfreuen sich heute größerer Beliebtheit denn je;
Vom Wesen der Dinge – Die enge Verbindung zwischen Gestalter und Objekt gibt es inzwischen auch im Design;
Ein eigener Kosmos – Treffpunkt der deutschen Kunsthandwerkerszene;

Als Autor konnte für den Dialog der Disziplinen ein schwergewichtiger Kenner des Kunsthandwerks gewonnen werden:
Rüdiger Joppien, ehemaliger Kustos der Moderne am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und derjenige, der die Museumsmesse der Kunsthandwerker im Museum zu ungeahnter Blüte und Qualität brachte.
Wenige können so fundiert wie Joppien die notwendig veränderten Gedanken der Gestaltungsszene auf den Punkt bringen.

Alles in Allem ein lesenswertes Heft – ein weiterer Baustein im Dialoggefüge zwischen Gestaltendem Handwerk/Kunsthandwerk, Design und auch freier Kunst.